Kleinkunstpreis der Stadt Wilhelmshaven

Knurrhahn

Knurrhahn Preis­verleihung

Skulptur Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn
© Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH

Der „Wilhelmshavener Knurrhahn“ – Kleinkunstpreis der Stadt Wilhelmshaven – wurde erstmals 1986 vergeben. Verliehen wird der Knurrhahn an Künstler:innen aus dem Kleinkunstbereich, die im Pumpwerk aufgetreten sind. Die bisherigen Preisträger:innen kamen aus Australien, Belgien, der Ex-DDR, Frankreich, Italien, der Schweiz, Spanien, den Niederlanden und Deutschland.
Der „Wilhelmshavener Knurrhahn“ zählt zu den renommierten und bedeutenden Kleinkunstpreisen im deutschsprachigen Raum. Er ist mit 2.500 € und einer gewichtigen Bronzeplastik des „Knurrhahns“, die von dem Wilhelmshavener Künstler Dr. Hartmut Wiesner entworfen wurde, dotiert.

Der Namensgeber des Preises, der Knurrhahn, steht mit seiner Eigenschaft, einen großen Teil seines Lebens auf dem Meeresgrund zu verbringen, symbolisch für eine Eigenschaft der Kleinkunst, nämlich den „Dingen des Lebens auf den Grund zu gehen“. Zudem ist sein Aussehen eher widerborstig als gefällig. Was ihn trotz seines stacheligen Aussehens auszeichnet, ist sein feiner Geschmack, der aber nur dann zur Geltung kommt, wenn er gekonnt zubereitet wird. Ebenso verhält es sich mit der Kleinkunst: nur wenn die Inszenierung gekonnt, originär und ideenreich ist, ist sie für das Publikum ein Genuss.

Gayle Tufts, Gewinnerin des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2025.
© Gayle Tufts

Gayle Tufts

Verliehen in 2026. Die Künstlerin "GAYLE TUFTS" gewinnt 2026 den Kleinkunstpreis der Stadt Wilhelmshaven - den Wilhelmshavener Knurrhahn.

Der mit 2.500 Euro dotierte Preis, welcher auch eine orignale Knurrhahn-Bronzeplastik des renommierten Künstlers Dr. Hartmut Wiesners inkludiert, wird am 07.11.2026 zum 31. Mal um 19.30 Uhr im Wilhelmshavener Kulturzentrum Pumpwerk verliehen. Damit ist die Auszeichnung einer der ältesten Kleinkunstpreise der Republik und wurde bereits an Künstler:innen wie Gardi Hutter, Volker Pispers, Ohne Rolf oder auch Andreas Rebers verliehen.

Duo Mimikry, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2024.
© Duo Mimikry

Duo Mimikry (Frankreich/Deutschland)

Verliehen in 2025. Comedy. Wenn es um Visual Comedy made in Germany & France geht, kommt man um diese beiden Herren nicht vorbei.

Elias Elastisch (D) und Nicolas Rocher (FR) sind zwei Großmeister der Visual Comedy par excellence und zeigen in ihrer neuen Show „Tasty Biscuits“, wo die Messlatte zur Zeit hängt!

„Tasty Biscuits“ sind knackige Kurzgeschichten, wie eine Keksdose voller geschmacklicher Überraschungen. Satire, Witz und der pure Rhythmus treffen auf Innovation, schwarzen Humor und Gesellschaftskritik.

Ein herrlich abwechslungsreiches Programm, in dem jede Nummer für sich steht: ob die entfachte Emanzipation einer Zaubererassistentin, Superman beim Zahnarzt, ein postmodernes Puppenspiel oder die ungeschminkte Realität der Unterhaltungsbranche. Keiner bleibt verschont!

„Tasty Biscuits“ ist Zwerch Muskeltraining und auserlesene Kurzgeschichten, die lang nach der Show hängenbleiben.

Murzarella, Gewinnerin des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2023.
© Murzarella

Murzarella (Deutschland)

Verliehen in 2024. Puppen-Comedy. Murzarella zeichnet nicht einfach nur aus, dass sie eine faszinierende bauchredende Puppenspielerin ist, sondern, dass sie als Bauchrednerin auch Opernarien singen kann. Dies löst neben den lustigen Dialogen auch Begeisterungsstürme beim Publikum aus. Dazu ist diese Fähigkeit weltweit nur 2 mal aufzufinden. Und einmal davon in Europa, in Deutschland, in Baden-Baden. Und manchmal auch im Pumpwerk.

Show 1: Bauchgesänge und andere Ungereimtheiten

Eine Kanalratte, die Heavy Metal röhrt, ein verrückter Kakadu, der herzergreifend Schlager singt und eine kapriziöse Buchhalterin, die in schönstem Klassiktimbre Opernarien schmettert: Sabine Murza alias Murzarella lässt ihre Puppen nicht tanzen, sondern: singen! Und das in drei verschiedenen Stimmen und auf exzellentem Niveau.

Bühne Cipolla, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2022.
© Bühne Cipolla

Bühne Cipolla (Deutschland)

Verliehen in 2023. Figurentheater. Bühne Cipolla verwandelt bekannte Werke der Weltliteratur in expressives und poetisches Figurentheater mit Livemusik. Originelle Puppen, ausdrucksstarke Masken und fantastische Klänge lassen auf der Bühne Welten entstehen, die eine unwiderstehliche Faszination auf das Publikum ausüben. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben ein atmosphärisch dichtes Gesamtkunstwerk als intensiven Theatergenuss für alle Sinne.

Als erstes Figurentheater überhaupt gastierte Bühne Cipolla in der Elbphilharmonie Hamburg. 2019 wurde die Produktion Der Untergang des Hauses Usher mit dem renommierten Monica-Bleibtreu-Preis ausgezeichnet; das Stück Michael Kohlhaas gewann den Publikumspreis Südtirol 2022 und die Inszenierung Mario und der Zauberer den Knurrhahn-Kleinkunstpreis 2022.

Stefan Waghubinger, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2021.
© Stefan Waghubinger

Stefan Waghubinger (Österreich)

Kabarett. Der Knurrhahn 2021 wurde pandemiebedingt mit etwas Verzögerung im Januar 2023 verliehen und ging dieses Mal an den Kabarettisten und gebürtigen Österreicher Stefan Waghubinger. Beim Katholischen Jugendball in Leonstein hatte er bereits 1984 seinen ersten Auftritt als Kabarettist, machte dann aber mehr als 20 Jahre Pause mit dieser Kleinkunstdisziplin. 2009 gab es dann einen neuen Anlauf und er entwickelte sein erstes Programm „Langsam werd ich ungemütlich“. 2014 folgte dann „Außergewöhnliche Belastungen“ und 2017 "Jetzt hätten die guten Tage kommen können“, wofür er nun den Knurrhahn erhielt.

Zu "Jetzt hätten die guten Tage kommen können": In seinem dritten Soloprogramm hat es Waghubinger ganz nach oben geschafft. Auf dem Dachboden seiner Eltern sucht er eine leere Schachtel und findet den, der er mal war, den, der er mal werden wollte und den, der er ist. Es wird also eng zwischen zerbrechlichen Wünschen und zerbrochenen Blumentöpfen, zumal da auch noch die Führer der großen Weltreligionen und ein Eichhörnchen auftauchen.

Starbugs Comedy, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2019.
© Starbugs Comedy

Starbugs Comedy (Schweiz)

Comedy. Comedy auf einem neuen Level! Die Lachmuskeln sind im Dauereinsatz. Eine Feelgood-Show, wie es sie bis jetzt noch nicht gegeben hat.

Fabian Berger, Martin Burtscher und Wassillis Reigel waren mit ihrer Comedy-Show „CRASH BOOM BANG“ auch im Pumpwerk Wilhelmshaven zu Gast. Der Name ist Programm. Starbugs Comedy lassen es so richtig krachen. Sie spielen mit allem, was ihnen in die Hände kommt. Und das sind nicht nur Klischees. Wie lebendige Cartoons springen, tanzen und reiten die Comedians durch ihre Sketche und machen dabei vor nichts Halt, außer vor der Pause.

Die drei Schweizer tanzen auf vielen Hochzeiten, gelegentlich auch mit falschen Damen. Eben noch auf dem Tanzparkett, findet man sich im Wilden Westen und in der nächsten Sekunde auf einer großen Konzertbühne wieder. Wer für diese Reise einen roten Faden möchte, muss diesen selber mitbringen. Gebraucht wird er allerdings nicht.

Mathias Tretter, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2018.
© Mathias Tretter

Mathias Tretter (Deutschland)

Kabarett. 2018 erhält diesen Preis der gebürtige Würzburger und mittlerweile in Leipzig wohnhafte Künstler und Kabarettist Mathias Tretter. Seine Programme sind intelligent geschilderte Eindrücke. In einer sehr komischen, wortgewandten und unterhaltsamen Arte und Weise bringt Tretter den lokalen Kiez und das Weltgeschehen zusammen. Erklärt die Großen Dinge im Kleinen, verständlich für jeden, der sich darauf einlassen will. Er ist aber auch eine kleine Diva, mit rot geschminkten Lippen und seiner „Nerd“-Brille. Man kann sich in die Situationen, die erspielt, hineinfühlen und sitzt ebenso am Fenster beim „Windowing“ und ist Teil der Diskussionen. Der Film läuft gleichzeitig im Kopf und auf der Bühne ab. Das Publikum wird mitgerissen.

Sven Ratzke, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2014.
© Sven Ratzke

Sven Ratzke (Niederlande)

Entertainment. Seit 30 Jahren wird der Wilhelmshavener Kleinkunstpreis für herausragende künstlerische Darbietungen verliehen. Für den Deutsch-Niederländer Sven Ratzke stimmte die Jury nach 2014 nun zum zweiten Mal. Die Jury würdigt damit die überragende Leistung des 40-Jährigen, die er beim Festival der Kleinkunst mit einer ganz speziellen David-Bowie-Interpretation („Starman“) auf die Bühne brachte, unterstützt von seiner hochkarätigen Band (Pianist Charly Zastrau, Schlagzeuger Haye Jelelma und Bassist Florian Friedrich).

Andreas Rebers, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2016.
© Andreas Rebers

Andreas Rebers (Deutschland)

Kabarettist. Rebers ist ein scharfsinniger und unangepasster Kabarettist erster Güte. Sein Markenzeichen ist eine geniale Koppelung von Musik und Texten. Auf der Pumpwerk-Bühne hatte Andres Rebers bereits seit 2004 regelmäßig mit bitterbösem, aber auch frech-poetischem Wortwitz für Begeisterung gesorgt. Keine seiner Gedanken sind vorhersehbar. Man muss bei ihm stets auf der Hut sein. Sein Humor ist wunderbar hinterlistig und auf jeden Fall eine kompromisslose Kampfansage an Populisten und Dogmatiker.

Muttis Kinder, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2015.
© Muttis Kinder

Muttis Kinder (Deutschland)

Vokal-Ensemble. Großartige schauspielerische Kleinkunst gepaart mit fantastischem A-cappella-Gesang. "Muttis Kinder" machen selbst einen scheinbar banalen Song zu einem mitreißenden Musiktheater-Stück, ein internationaler Popklassiker wird zu einem Minidrama mit maximalem Lustgewinn fürs Publikum. Und wie das alles in die Ohren geht, die Augen entzückt und manchmal ganz schön am Herzen rührt, um dann wieder die Lachmuskeln zu strapazieren, das macht diese Wahlgeschwister unbedingt sehens- und hörenswert.

Sven Ratzke, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2014.
© Sven Ratzke

Sven Ratzke (Niederlande)

Cabaret-Entertainer. Sven Ratzke zeigt brillante Großstadtprogramme für Menschen, die das Besondere mögen. Er ist ein Paradiesvogel mit einer großartigen, mehrere Oktaven umfassenden Stimme. Seine Interaktion mit dem Publikum ist frisch und lebendig. Imagination ist gefragt. Ratzkes Stil ist einzigartig, ein überenergetischer Star, ein künstlerisches Phänomen. Kleinkunst auf höchstem Niveau als postmodernes Vaudeville-Cabaret mit grandiosen Chansons, lustvollen Choreografien und abstrusen Geschichten.

Martin O., Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2013.
© Martin O.

Martin O. (Schweiz)

Musik-Artist. Der Ostschweizer Martin Ulrich unter dem Künstlernamen "Martin O." avancierte mit seiner faszinierenden Ein-Mann-Show "... der mit der Stimme tanzt" beim 15. A-cappella-Festival zum Publikumsliebling. Die Jury entschied sich einstimmig für den 37jährigen Musiker, Komponisten, Sänger und Entertainer und würdigte das außergewöhnlich innovative Schaffen des einzigartigen Klangvirtuosen, der ein mehrdimensionales Hörerlebnis und wunderbare Unterhaltung für Aug, Ohr und Seele bietet.

Ohne Rolf, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 2012.
© Ohne Rolf

Ohne Rolf (Schweiz)

Erlesene Komik. Ihre Programme sind eine brillant leichtfüßige Hommage an die Sprache, an Sprachspiele, ans "wörtlich nehmen". Mit dem Stück "Schreibhals" überzeugt das Schweizer Duo nicht nur Publikum, sondern auch die Jury, die das außergewöhnlich innovative Schaffen der Künstler würdigte. Christof Wolfisberg und Jonas Anderhub haben zusammen mit Dominique Müller (Regie) ein neues Genre der Kleinkunst geschaffen. Sie begeistern damit nicht nur Kabarett und Comedyfans, sondern auch Theater- und Literaturliebhaber.

Malediva gewann im Jahr 2011 den Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn.
© Malediva

Malediva (Deutschland)

Boulevard-Kabarett. Die Jury entschied sich mit großer Mehrheit für das Trio, Tetta Müller und Lo Malinke sowie Florian Ludewig. Auch in der Publikumswertung war "Malediva" Spitze mit einer glatten 1,0-Bewertung. Die Jury sah im Programm "Die fetten Jahre" ein weiteres Beispiel für musikalisches Boulevard-Kabarett auf hohem Niveau. Fein nachgezeichnete Beziehungsgeflechte, trockener Witz und boshafte Bissigkeit gehören ebenso dazu wie eine gehörige Portion Selbstironie.

 

Annamateur & Außensaiter gewannen den Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 2010.
© Annamateur

Annamateur & Außensaiter (Deutschland)

Chansonnière. Anna Maria Scholz überzeugte nicht nur mit einer großartigen Stimme im Opernformat, die klassische Themen ebenso mühelos meistert wie Blues oder jiddischen Tango, sondern schlägt in ihren Texten von scharfer Beobachtungsgabe gespeiste kritische Töne mit Tiefgründigkeit an. Mit der innovativen, erfrischenden und unverbrauchten Konzeption von Musik und Wort, die noch in keine Schublade passt, erfüllt ihre Formation "Annamateur und Außensaiter" nach Überzeugung der Juroren ideal die Kriterien des "Knurrhahn"-Preises.

Michael Ehnert war der Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2009
© Michael Ehnert

Michael Ehnert (Deutschland)

Kabarettist. Die Jury des "Knurrhahns" würdigte Ehnert als einen ausgezeichneten Schauspieler, dem es durch großartige Bühnenpräsenz auch ohne Requisiten gelinge, ein fesselndes "Kopfkino" zu erzeugen. Mit Intelligenz und Esprit ziehe er jeden in seinen Bann, projeziere mit Worten und Gesten Bilder in die Köpfe des Publikums, lasse dort bizarre Geschichten ablaufen. Michael Ehnerts großartige Kabarettkunst wurde schon mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem Deutschen Kabarettpreis dem Prix Pantheon gewürdigt.

Ferruccio Cainero gewann den Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 2008.
© Ferruccio Cainero

Ferruccio Cainero (Schweiz)

Geschichtenerzähler. Der seit 1985 in der Schweiz lebende Italiener ist ein fantastischer Erzähler, der sensibel und mit Charme seine Zuhörer in den Bann zieht. Die ganz eigene, aus natürlicher Aufrichtigkeit abgeleitete Kritik an einer Welt des schnelllebigen Verfalls von Werten mache Caineros Erzählungen richtungweisend. Er erfüllt mit großem schauspielerischem und musikalischem Können mit seinen Don-Quichoterien das Publikumsbedürfnis nach Echtheit. Als großartiger Erzähler hat er ein Gespür für zeitlose Werte und große Gefühle.

Hagen Rether, Gewinner des Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2007.
© Hagen Rether

Hagen Rether (Deutschland)

Kabarettist. Rether gilt als "Galionsfigur des neuen politischen Kabaretts, der in vornehmer Schärfe und mit charismatischer Ausstrahlung gesellschaftliche Realitäten widerspiegelt." Er ist einer, der das Kabarett geradezu neu erfunden hat, mit einen eigenen Stil, gepaart mit Können, Souveränität und Ausstrahlung. Er nimmt planvoll und ohne Hast, voller Sarkasmus, Ironie und Angriffslust das Weltgetriebe auseinander - die personifizierte Rache des Intellektuellen an den Machern dieser Welt.

Stage TV, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2006.
© Stage TV

Stage TV (Schweiz)

Akrobatik-, Artistik- und Videoperformer. Stage TV hat eine neuartige und innovative Show kreiert, mit einem spektakulären Mix aus Jonglage, Akrobatik, Artistik und Videoanimationen, bei dem die Grenzen zwischen realem und virtuellem Geschehen verschwinden. So entsteht eine ganz neue Form der Live-Unterhaltung. "Stage TV" führt durch die interaktive Bühnenshow das Medium Fernsehen aus der Zwei- in die Dreidimensionalität: eine verblüffende Vernetzung zwischen reellem Geschehen und virtueller TV-Welt.

Volker Pispers, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2005
© Volker Pispers

Volker Pispers (Deutschland)

Kabarettist. Pispers Wortwitz ist genial. Seine messerscharfe Analyse und Spiegelung politischer Realität auf der Basis eines profunden Wissens um Fakten und Zusammenhänge ist einzigartig. Frech und bissig bis zur Provokation, zeigt er sich doch immer der humanistischen Aufklärung verpflichtet und gilt als einer der derzeit besten politischen Kabarettisten. Seine grandiose Textarbeit und Qualität ist richtungweisend.

Les DéSaxés, die Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 2004.
© Les DéSaxés

Les DéSAXés (Frankreich)

Musik-Comedy. Das französische Saxophon-Quartett liefert eine komödiantische Hommage an das Saxophon, verbunden mit einem Streifzug durch die Musikstile und die Musikgeschichte. Mit einer hinreißenden Bühnenchoreographie machen sie die Musik „sichtbar“. Die Umsetzung und Übersetzung von Tönen in Bewegung gestaltet sich zu einem akustischen und visuellen Genuss. Einfach Weltklasse!

Friedhelm Kändler gewann den Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 2002.
© Friedhelm Kändler

Friedhelm Kändler (Deutschland)

Wortheater. Kändler liebt den Reim. Der Hannoveraner Kändler hielt mit genialen Wortspielereien sein Publikum in Atem. Das fand in seinem Programm zahlreiche und geistreiche Pointen. Kändler liebt es, dem Klang der Wörter zu lauschen und nach und nach findet er darin so manch erstaunlichen Sinn jenseits des Vertrauten und Bekannten. Kändlers Kunst ist es, selbst den banalen Alltag in Versen zu verdichten, die dann zu bizarr-absurden Kleinodien werden.

Hanns Dieter Hüsch gewann den Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 2000.
© Hanns Dieter Hüsch

Hanns Dieter Hüsch † (Deutschland)

Kabarettist. Der große Kabarettist wurde mit dem Knurrhahn für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Hüsch, der Übervater der deutschsprachigen Kabarettlandschaft, trat seit 1978 regelmäßig im Pumpwerk stets vor ausverkauftem Haus auf. Hüsch hat sich nicht nur als Wegbereiter und Förderer für zahlreiche junge Kabarettisten verdient gemacht sondern hat es stets verstanden mit dem ihm eigenen Kabarettstil sein Publikum zu faszinieren. Am 06.12.2005 verstarb der großartige Kabarettist und Mensch.

Erwin Grosche, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 1999.
© Erwin Grosche

Erwin Grosche (Deutschland)

Kabarettist. Der "kleine" Paderborner Schauspieler, Musiker und Kabarettist ist ein ganz großer auf der Bühne. Mit handwerklicher Präzision und inhaltlicher Konsequenz hat er sich gegen die sog. Quote behauptet. Seine Programme sind unverwechselbar. Seine versponnenen Geschichten sind voller Poesie. Er entlarvt den Alltag als Absurdität und setzt dagegen stets die Fantasie als einziges mögliches Überlebensprogramm.

Jo van Nelsen gewann den Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 1998.
© Jo van Nelsen

Jo van Nelsen (Deutschland)

Chansonier. Der Frankfurter Schauspieler und Chansonier zählte seit Jahren zu den Stammkünstlern des Pumpwerks. Mit seinen außergewöhnlich, schrägen Programmen verlieh er dem Chanson eine neue Farbe. Sein preisgekröntes Programm „Kitsch“ verschonte kein Genre. Deutschlands Liedgut wurde von seiner kitschig-gefühlvollen Seite gezeigt und kräftig durch den Kakao gezogen. Am Flügel wurde van Nelsen von seinem exzellenten Partner Clemens Kanka begleitet.

Massimo Rocchi gewann den Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 1997.
© Masssimo Rocchi

Massimo Rocchi (Italien)

Mime und Geschichtenerzähler. Der italienische Mime, Komiker und Kabarettist Massimo Rocchi erhielt den Knurrhahn für sein Programm "Adele“, das die Zwerchfelle des Publikums aufs Äußerste und Angenehmste strapazierte. Rocchi erzählte mit „kleinen Gesten“ „Große und wunderbare Geschichten“. Seinen Fundus bezog er aus den Geschichten des Alltags. Das Slapstick-Genie brauchte dazu weder Kulissen, noch Kostüme oder Requisiten. Alles was er brauchte, war die Fantasie des Publikums. Ein großartiger Künstler wurde mit Standing Ovations gefeiert.

Das Ensemble Jacqueline Kroll gewann den Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 1996.
© Jacqueline Kroll

Jaqueline Kroll (Deutschland-Schweiz)

A-cappella. Das A-cappella-Quintett mit dem leicht irreführenden Namen erhielt den Knurrhahn für das Programm "Kein anderer Weg zur Zauberflöte". Die musikalisch bestens ausgebildeten Sänger boten eine Mischung aus einfühlsamen Arrangements, gefühlvollen musikalischen Interpretationen und ironischem, amüsantem Wortwitz.

Marcus Jeroch, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 1995.
© Marcus Jeroch

Markus Jeroch (Deutschland)

Literarieté. Markus Jerochs Programm „Wortheater“ war eine großartige Mischung aus Sprache, Literatur und Varieté. Mit ausgeprägter und präziser Körpersprache visualisiert und artikulierte Jeroch die Texte des Wieners Ernst Jandel und des Hannoveraner Poeten Friedhelm Kändler. Flink pointiert, jongliert Jeroch sowohl mit Sätzen, Worten und Silben ebenso wie mit Hüten, Büchern und Bällen. Sprach- und Wort-Entertainment auf höchstem Niveau, originell und witzig präsentiert.

 

Intrmzzo, die Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 1994.
© Intrmzzo

Intrmezzo (Niederlande)

A-cappella. Erstmals wurde einer A-cappella-Gruppe der Kleinkunstpreis verliehen. Das Quintett aus den Niederlanden (Stijn van der Loo, Ronald Becker, Matthijs Overmars, Lek de Vos und Evert Bandriga) glänzte durch eine ideenreiche und perfekte Show. Musikalisch abwechslungsreich bewegten sie sich durch verschiedene Musikstile. Präzise Choreographien und eine dezente aber wirkungsvolle Lichtshow bildeten den Rahmen für ein Programm, das so noch nicht auf deutschen Bühnen zu sehen war und für viele nachfolgende A-cappella-Gruppen Maßstäbe setzte.

Der Puppenspieler Neville Tranter gewann den Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 1993.
© Neville Tranter

Neville Tranter (Australien)

Puppen- und Schauspieler. Tranter agierte solo sowohl als Schauspieler wie auch als Puppenspieler mit lebensgroßen Puppen auf der Bühne. Seinen Puppen hauchte er durch sein exzellentes Spiel jene Seele ein, die das Publikum glauben machte, auf der Bühne agierten reale Figuren. Die Trennung zwischen Puppen- und Schauspiel wurde gänzlich aufgehoben. Das Programm „Nightclub“ zeigte dramatisch die Abgründe menschlichen Tuns auf. Ein beseeltes Puplikum hat durch Tranters Spiel einmal mehr erfahren, dass kulturelles Agieren durch Dramatisierung und Überhöhung gesellschaftliche Zusammenhänge erkennbarer macht.

DEr Künstler Pepbou gewann den Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 1992.
© Pepbou

Pep Bou (Spanien)

Der König der Seifenblasen zeigte ein filigranes, farbenprächtiges und beeindruckend poetisches Programm. Der Katalane, der sein großes Können schon in aller Welt zeigte, hat mit den Seifenblasenkünstlern auf Varietébühnen nichts gemein. Seine Kunst ist die „Magie der Leichtigkeit“, die die Zuschauer in traumhafte Welten entführte. Eine Produktion, die übrigens technisch äußerst kompliziert und aufwendig war und deren Gelingen oft an seidenen Fäden hing. Es gelang alles vor einem faszinierten und entrücktem Publikum.

Hans Liberg, Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 1991.
© Hans Liberg

Hans Liberg (Niederlande)

Musik-Entertainer. Der damals in Deutschland noch recht unbekannte Hans Liberg, der jetzt zu der Elite der europäischen Musik-Entertainer zählt, begeisterte mit seinem Programm „Wurzel Bach Live“ auf bisher noch nicht bekannte Art und Weise Publikum und Presse. Klassisches und modernes Musik-Entertaiment auf höchstem Niveau, musikalische Leckerbissen in ungewöhnliche Zusammenhänge gestellt, geistreiche Moderationen mit theatralen Ideen überhöht, ließen ein restlos begeistertes Publikum zurück. Ein Künstler von einem anderen Kultur-Stern.

Der Wilhelmshavener Kleinkustpreis Knurrhahn wurde im Jahr 1990 an das Figurentheater Triangel verliehen.
© Triangel

Triangel (Niederlande)

Figurentheater aus Meppel. Mit der Preisvergabe an Triangel wurde die herausragende Leistung des 1937 geborenen Henk Boerwinkel und seiner Frau Ans gewürdigt. Triangel zog das Publikum mit faszinierendem und entrücktem Puppenspiel in den Bann und entführte es mit dem Programm „Metamorphosen“ in eine Welt, die jenseits des Banalen, Alltäglichen und Normalem lag. Ein beseeltes Publikum würdigte enthusiastisch dieses sinnfindende Programm. Aufgrund des Umbaus im Pumpwerk fand die Verleihung im Jungen Thater statt.

Das Duo Sonnenschrim gewinnt den Wilhelmshavener Kleinkunstpreis Knurrhahn im Jahr 1989.
© Duo Sonnenschirm

Duo Sonnenschirm (Ex-DDR)

Brachialromantiker. Das Duo Sonnenschirm aus Dresden und dem Vogtland, auch Preisträger der 9. Chanson-Tage in Frankfurt/Oder, machte das Pumpwerk-Publikum mit einer besonderen Spezies der Kleinkunst bekannt – der „Brachialromantik aus der DDR“. Eine aberwitzige Mischung aus kabarettistischer Sprachakrobatik, konzertanter Lesung, Lied- und Chansonbeiträgen, Puppenspiel und theatralem Entertainment. Ein überraschendes und pointenreiches Programm.

Gewinner des Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 1988: De Nieuwe Snaar
© De Nieuwe Snaar

De Nieuwe Snaar (Belgien)

Musikkomödianten der Extraklasse. Die zwei Brüder Jan de Smet (Akkordeon) und Chris de Smet (Klarinette) sowie ihr Schwager Geert Vermeulen (Geige) entfachten ein musikalisches Feuerwerk, das neue Akzente im Bereich der Musik-Comedy setzte. Mit ihrer professionellen Musik und ihrer außergewöhnlichen Komik präsentierten sie ein Programm voller grotesker Zärtlichkeit. Die preisgekrönte Show lebte von zwerchfellerschütternder Mimik und der nahtlosen Verbindung musikalischen und theatralen Einsatzes.

Habbe & Meik, die Gewinner des Wilhelmshavener Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 1987.
© Habbe & Meik

Habbe & Meik (Deutschland)

Maskenspielduo, die mit Schalk, Charme und Können Alltagsszenen virtuos und zwerchfellerschütternd auf die Bühne gebracht haben. Variationsreich und mit großer Ausdruckskraft hauchten sie ihren Figuren Leben ein und ließen sie trotz der Masken lebendig auf der Bühne agieren. Ihre realen und ihre fiktiven Geschichten waren geprägt von Überraschendem, Liebenswertem und Humorvollem.

Die clowneske Figur Gardi Hutter war die Gewinnerin des Kleinkunstpreises Knurrhahn im Jahr 1986. lt eine große Schere vor das Gesicht, ein Maßband hängt um den Hals.
© Gardi Hutter

Gardi Hutter (Schweiz)

Clownfrau mit originärem Witz und großem komödiantischem Können. Mit ihrem Programm über die Waschfrau „Hanna“ wurde sie europaweit bekannt und hat sich in die Herzen des Publikums gespielt. Feiner Humor gepaart mit aberwitzigen Einfällen begeisterten sowohl das Publikum als auch die Presse.