Pumpwerk

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Kulturzentrum Pumpwerk – ein Rückblick auf 39 Jahre Geschichte

Das historische Gebäude hat sich zu einen Kulturzentrum mit besonderem Charme und Flair entwickelt und vereint die unterschiedlichsten Kulturformen. Seit 1976 erleben die Besucher hervorragende Kleinkunst, mitreißende Konzerte, Kinder- und Jugendtheater, Lesungen und Diskussionen. Das Veranstaltungsprogramm ist breit gefächert und bietet Kultur für Jedermann.
 

Vom Schöpfwerk zum Kulturzentrum

1903–1907 wurde das Pumpwerk-Süd im Kirchspiel Bant als Schöpfwerk für die neu gegründete Stadt Wilhelmshaven von Hafenbaudirektor Paul Moeller entworfen und umgesetzt. Der Bau des Pumpwerks war Bestandteil des dritten Hafenbauabschnitts (1900–1918)
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Ein Querschnitt durch die Jahrzehnte

Die 70er - Alternativkultur und Zentrumsbewegungen

1976 wurde das Kulturzentrum Pumpwerk in Wilhelmshaven gegründet. Es war die Zeit, in der sich in ganz Deutschland zahlreiche Initiativen für die Gründung von Stadtteil-, Jugend- oder Bürgerzentren einsetzten.
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Die Sparte Musik

In der Rahmenkonzeption des Pumpwerkes wurden verschiedene Ansprüche im Musiksektor formuliert. Der Jazzbereich stellte in der Musikprogrammgestaltung von Anfang an eine wichtige Säule dar. Ebenfalls wurden für die Musikrichtung „Rock und Pop“ bestimmte Qualitätsmerkmale wie Progressivität, Kreativität, Improvisation u.a. festgelegt. Es sollte nicht in den Teil des kommerziellen Massengeschmacks übergehen. Beim Jazz ebenso wie beim „Rock und Pop“ sollte immer die Anregung und Aufforderung zum „Selbermachen“ gegeben sein. Aufgrund der großen Anhängerschaft der Folklore und der Auseinandersetzung mit historischer Musik nahm das Team des Pumpwerks auch diese Musikrichtung in das Programmrepertoire auf.

Neben den großen Namen in der Musikbranche wurde genauso die regionale Amateurszene in das „Spielgeschehen“ des Hauses eingebunden, zum Beispiel bei den sonntäglichen Frühschoppen oder zu „Rock- und Metalnächten“. Amateurbands sowie professionelle Künstler hatten immer wieder die Möglichkeit sich im Rahmen von „Rocknächten“, „Rocktagen“ oder „Rockfestivals“ im Pumpwerk zu präsentieren. Es fanden nicht nur Festivals im Rockbereich statt, sondern auch die Folk- und Jazzmusik hatten ihre Höhepunkte.



Die Sparte Kleinkunst

Im Bereich der Kleinkunst hatte man in der Rahmenkonzeption das Anliegen formuliert, neben einem „rein konsumierbaren“ Programm den Anreiz für das Publikum zur aktiven Mitarbeit zu schaffen. In der aktiven Zentrumsarbeit konnte dieser Anspruch nicht aufrechterhalten werden, da sich das Nutzerinteresse in eine andere Richtung entwickelte. Für die Pumpwerkmitarbeiter hieß dies, die Programmgestaltung im Bereich Kleinkunst auf der Grundlage des vom Publikum vorgegebenen „passiven Kulturkonsums“ zu gestalten. So wurde ein abwechslungsreiches, kritisches, provokantes, aber auch unterhaltendes Programm angeboten um dem einst formulierten Anspruch in gewisser Weise gerecht zu werden. Das Publikum wurde zunehmend für das Genre „Kleinkunst“ empfänglich gemacht, was nicht zuletzt durch die Etablierung des mittlerweile überregional anerkannten Wilhelmshavener Kleinkunstpreises „Knurrhahn“ (Erstvergabe 1986) und das Internationale Festival der Kleinkunst (Erstausrichtung 1988) gelang.

Die Sparte Soziokultur

Die soziokulturelle Arbeit des Pumpwerks hat ihren Ursprung 1968 in der Entstehung des Jugendtreffs „blue note“, welcher in Trägerschaft der Stadtjugendpflege stand. Nach dem Umzug in das Pumpwerk-Süd wurde die Soziokultur ein wesentlicher Aspekt in der Veranstaltungsarbeit des Pumpwerks. „Hilfreich war besonders in den Anfangsjahren die konkrete Zusammenarbeit mit den anderen Zentren wie „Die Börse“ in Wuppertal, die „Lagerhalle“ Osnabrück, das „KOMM“ Nürnberg, das „Eschhaus“ Duisburg, der „Pavillon“ Hannover und einige andere. Ideen wurden entwickelt und ausgetauscht, viel Herzblut vergossen, viele Träume geträumt und viele Kämpfe gemeinsam geführt.

Es entwickelte sich mit großer Dynamik eine soziokulturelle Bewegung mit Strukturen und Formen (Bundesvereinigung, LAG`s) und mit vielen bis heute bestehenden Freundschaften.“ (Stefan Leimbrinck, Bereich Soziokultur Pumpwerk)
Seit Bestehen des Hauses ist es ein Anliegen eine breite Basisarbeit im Bereich soziokultureller Tätigkeiten anzubieten und zu fördern. Hierzu zählen neben Schulfesten und -aktivitäten auch eine alternative Theaterarbeit, multikulturelle Feste, Musikveranstaltungen und Diskussionsveranstaltungen zu politisch relevanten Themenschwerpunkten u.v.m. Ein weiterer Schwerpunkt der soziokulturellen Arbeit liegt in der Kinder- und Jugendkulturarbeit in der Region (z.B. "Kultur für Kids").

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