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36. Wilhelmshavener "Wochenende an der Jade" erfolgreich beendet

Organisation lief gut. Wetter spielte nicht immer mit.
Pressematerial
Segeltörns beim Wochenende an der Jade 2010
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Das 36. Wilhelmshavener "Wochenende an der Jade" lockte vom 1. bis 4. Juli trotz WM, Hitze und Regen wieder viele Besucher in die Stadt. Die über 200 unterschiedlichen Veranstaltungen zu Wasser und zu Lande erfreuten sich großer Beliebtheit. Das Hafenfest blieb auch 2010 weitgehend friedlich. Dieses Fazit zogen die Veranstalter am Sonntagabend.

Der diesjährige Partner des Wilhelmshavener Stadtfestes war Helgoland. Unter dem Motto "100 Jahre eine gute Verbindung" wurde vor allem auf die traditionellen Linienverkehre hingewiesen, die jedoch aufgrund sinkender Passagierzahlen in Gefahr sind. Diesem Thema widmete sich insbesondere eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion am Sonntag, womit das Stadtfest auch eine politische Note erhielt.

Nostalgie pur genossen viele Gäste wieder bei einer Fahrt mit der historischen Hafenbahn aus den 50er Jahren. Zusätzlich ins Programm genommen wurden längere Fahrten ab und bis Sande. Die Interessengemeinschaft zur Erhaltung historischer Fahrzeuge zeigte auf der Wiesbadenbrücke etwa 120 Oldtimer, vom Motorrad bis zum Hafenschlepper. Vorsitzender Willi Mundt freute sich über einen Ausstellungsrekord.

Seefahrt hautnah erlebten die Besucher bei zahlreichen Schiffen, die zum Open-Ship einluden. Gefragt waren auch Hafenrundfahrten und Törns mit den Windjammern „Artemis“, „Mercedes“ und „Morgenster“ oder mehreren Arbeits-, Museums- und Traditionsschiffen. Der Bontekai hatte seine Kapazitätsgrenze erreicht, sodass die Großsegler sogar ins Päckchen gelegt werden mussten.

Zusammen mit der Fregatte „Bremen“, die erstmalig am Bontekai lag, war das 110 m lange Segelschulschiff der polnischen Handelsmarine, die „Dar Mlodziezy“, der Blickfang schlechthin. Für die 100 Kadetten und die 60 Mann Stammbesatzung gab es ein Besuchsprogramm in der Stadt.

Neben der Marine präsentierte sich auch das Marinearsenal, wo Informationen und Präsentationen im Vordergrund standen. Hunderte Kinder besuchten das Festival der Polizeipuppenbühnen. Glanzlicht war jedoch die „Gorch-Fock“, die besichtigt werden konnte, und das Drachenbootrennen mit 48 Teams.

Die vier Freiluftbühnen und zwei Festzelte finden auf dem „Wochenende an der Jade“ immer ihr Publikum. Ingesamt traten dort fast 80 Bands, Künstler und Vereine auf. Gerade auswärtige Gäste sind von der Südstrandbühne, der einzigen an der Nordsee, die im Vordeichgelände steht, begeistert.

Auf vier Kilometern rund um den Hafen wurden 230 Stände, Fahrgeschäfte und Bühnen aufgebaut. Hinzu kamen das Kulturzentrum Pumpwerk, die Wiesbadenbrücke, das Marinearsenal und Aktionen in der City zum verkaufsoffenen Sonntag.

Viele Kilometer Kabel wurden zu 60 Stromverteilerkästen verlegt, um an vier Tagen Bühnen, Stände und Schiffe zu versorgen, dazu 1.000 Meter Wasserschläuche. 10 Toilettenwagen standen zur kostenfreien Nutzung bereit. 30 Aufbauhelfer und Techniker der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH (WTF) waren schon Tage vor dem Hafenfest damit beschäftigt, damit alles an seinen Platz kommt. Der Abbau ist mit einer Woche veranschlagt.

Erfreulich ist, dass sich die Müllmenge im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduziert hat. 15 Reinigungskräfte städtischer Betriebe waren mit zehn Fahrzeugen von Freitagmorgen bis Montagabend im Einsatz. 55 zusätzliche Abfallbehälter und -container mussten mehrfach geleert werden.

Sicherheit am „Wochenende an der Jade“ wird groß geschrieben. 50 Rettungskräfte mit acht Rettungsfahrzeugen verschiedener Dienste sorgten für die erste Hilfe vor Ort. 40 Rettungsschwimmer mit fünf Motorrettungsbooten befanden sich im Einsatz. Die Polizei ging täglich mit 20 zusätzlichen Beamten von ihrer Einsatzleitstelle am Pumpwerk auf Streife. Neben zahlreichen hitzebedingten Ausfällen hielten sich die alkoholbedingten auf dem Vorjahresniveau. Dabei konnte ein mit Haftbefehl Gesuchter festgenommen werden.

Oberbürgermeister Menzel und WTF-Geschäftsführer Raymond Kiesbye freuten sich über den reibungslosen Ablauf des Stadt- und Hafenfestes, wenn auch der Besucherzuspruch umständebedingt niedriger war als im Vorjahr. Beide bedankten sich bei den zahlreichen Helfern und den Anwohnern für den bewiesenen Langmut.

BU 1: Großsegler im Großen Hafen

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